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Margot F. Ibrahim - 2000/2017

Die Hennamalerin erzählt zum Blog-Thema:
Wissenswertes, Historisches über Henna

Von der Pflanze zum fertigen Pulver
 “Hennapulver wird aus der Hennapflanze (Lawsonia inermis, ägyptischer Färberstrauch, Blutweiderichgewächs) gewonnen. Die Heimat des Hennastrauches ist Indien und der Orient. Er kann 2 bis 6 m hoch werden. Die Stämme des Strauches haben eine weißliche Rinde. Die kleinen, in Rispen stehenden Blüten sind weiß oder rosa. Die 2 bis 4 cm langen Blätter des immergrünen Strauches sind gegenständig angeordnet, die Kurztriebe tragen z. T. Dornen. Verwendet werden die getrockneten, pulverisierten Blätter, teilweise vermischt mit anderen färbenden Drogen. In den westlichen Ländern wird Henna heute nur zu kosmetischen Zwecken verwendet. Die Blätter enthalten Gerbstoffe, Gallussäuren und Farbstoffe (vom Typ der 1,4-Naphtochinone), die Haaren oder Haut eine langanhaltende Rotfärbung geben” 
Quelle: “Die Heilpflanzen der Ägypter”, Germer, R., Düsseldorf 2002

Henna (türkisch: Kina; indisch: Mehndi) wird seit Jahrtausenden zum Färben von Haaren und zur Körperbemalung verwendet. Das fein gemahlene und gesiebte Pulver wird in der Regel mit heißem Wasser angerührt. Verschiedene Zusätze wie Schwarztee, Walnußschalen, Gewürzsumach o.ä. verstärken die Farbintensität. Zitronensaft, Zucker sowie Wärme beschleunigen die Fermentation, welche den Farbstoff freisetzt, der mit der Hornschicht der Haut eine Verbindung eingeht. Pures Henna hat immer einen Rotton!

Historisches
Die Hennapflanze war sicherlich bei Ägyptern und in der griechisch-römischen Zeit bekannt. Die alten Ägypter färbten ihre Haare, Nägel und Fingerkuppen mit Henna, was an manchen Mumien bis heute erkennbar ist. Besonder in Mumiengirlanden fanden sich in ptolemäischen Gräbern Zweige des Hennastrauches. Ausserdem wurden Texitilien sowie Tierfelle mit Henna eingefärbt. Produkte aus Henna, z.B. Lippenpflege, waren den privilegierten Frauen vorbehalten. Henna wurde in der griechischen Antike hauptsächlich als Heilpflanze benutzt, da sie fungizide und bakterizide Eigenschaften aufweist. 

Aber auch Männer galten als gepflegt wenn sie ihre Haare und Fingerkuppen mit Henna färbten. Das mit Henna gefärbte, abgeschnittene Haar eines Kriegers galt als besondere Trophäe. Der Prophet Mohammed empfahl, die Haare und Bärte mit Henna zu färben, um sich von andersgläubigen zu unterscheiden.

Die rot/orange Farbe bedeutet Liebe, Fruchtbarkeit, Wohlstand und Glück. Bei türkischen Hochzeiten trägt die Braut ein rotes Band und mit Henna bemalte Hände.

Der Ursprung der Hennamalerei findet sich in den arabischen Ländern Nordafrikas. Dort wurden Hennamalereien oft zum Schutz vor bösen Geistern (Djinn) getragen. Magische Zeichen im Gesicht findet man noch heute bei den Beduinenfrauen. Mit Henna gefärbte Füße verhindern, dass böse Geister auf den Schritt folgen können.

Über die Islamisierung und mit den Mogulkaisern gelangte die Tradition der Hennamalerei nach Indien. Die Braut und oft auch der Bräutigam werden mit kunstvollen Mehndis geschmückt. Typische Motive sind Paisley, Pfau, Elefant und Blüten, die Glück, Wohlstand, Fruchtbarkeit und ewige Liebe bringen sollen. Solange das Mehndi auf der Haut sichtbar ist, braucht die junge Braut nicht zu arbeiten! Deshalb kommt es nicht selten vor, dass sich die jungen Frauen ihre Hochzeitsmehndis immer wieder nachmalen - so hat es mir zumindest eine indische Freundin erzählt;-)

Henna wird in allen Ländern immer etwas unterschiedlich verwendet. Auch die Muster unterscheiden sich.
 

 

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