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Henna und Jagua
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Margot F. Ibrahim - 2000/2017

Die Hennamalerin erzählt zum Blog-Thema: ”White Henna” und Glitterkram

Immer öfter sieht man unglaublich toll aussehende „Hennatattoos“ in weiß. Besonders attraktiv sind diese auf gebräunter Haut. Für Hochzeiten werden die filigranen, spitzenähnlichen Motive gerne angeboten! Ich bekomme auch hin und wieder Anfragen, ob ich „sowas“ auch mache. Also habe ich mal etwas recherchiert, verschiedene Artikel bestellt und rumprobiert!

Bitte, mir geht es nicht darum, die Kunstwerke engagierter Künstlerkolleginnen und -kollegen zu entwerten! Viele KundInnen haben jedoch eine falsche Vorstellung von einem richtigen Hennatattoo und sind dann enttäuscht, wenn es nicht so aussieht wie auf dem Bild aus dem Internet! Leider habe ich noch keine „Vorher-Nachher-Bilder“ gefunden, so dass man sehen könnte, wie so ein weißes oder glitzerndes Mehndi nach der Trockenzeit aussieht!

Rein physiologisch kann eine Färbund der Haut mit “Weißem Henna” gar nicht funktionieren, denn dazu müsste unsere Haut heller sein als weiß. Das ist wie eine blonde Haarfarbe auf dunklem Haar - es geht immer nur dunkel auf hell, aber nie umgekehrt, ausser, man bleicht vorher!

Die Farbe liegt also auf der Haut auf, aber färbt sie nicht! Sie ist etwa vergleichbar mit Deckweiß, ist wasserlöslich und geht beim Hände waschen oder durch Abrieb sofort ab! Die zweifellos wunderschönen Malereien in weiß und/oder glitzernd geben spektakuläre Fotos für Pinterest oder Instagram als Hingucker! Sie sind aber leider nicht das, was Ihr Euch vorstellt!

Ähnliche Resultate mit Glittergel:
das Gel im Cone oder in der Tube ist transparent und die Glitterpartikel sind relativ groß, so dass keine homogene Konsistenz da ist. Feine Linien oder Muster sind damit nicht machbar! Es ist wie Faschingsglitter, das nach dem Trocknen abbröckelt und überall ist, nur nicht dort, wo man es haben möchte! Aber auch selbst angerührte Paste aus einem Trägergel und feinstem Glitterstaub löst sich bei Kontakt mit Wasser auf!

Was man auch noch oft sieht:
Bemalungen mit Hennapaste und Verzierungen mit Glitter und Strass-Steinchen! Nun könnt Ihr Euch die Frage gleich selber beantworten: Hennapaste wird nach der Einwirkzeit entfernt! Was bleibt übrig?

Für mich als Hennamalerin stellt sich die Frage: Wie soll ich einen angemessenen Preis verlangen für etwas, das in Relation zum Material-, Zeit- und Arbeitsaufwand nur kaum oder gar nicht haltbar ist? Stellt Euch vor, ich bemale die Schultern und das Decolletee einer Braut mit “Weißem Henna” und es regnet oder die Champagnerdusche erwischt sie? In Abwägung aller Punkte habe ich mich entschlossen, “White Henna” und “Glitter Henna” nicht anzubieten!

“Do It Yourself”-Vorschläge:
Nachdem die Hennapaste entfernt ist, könnte man das Motiv mit Glitter verzieren; hält zumindest einen Tag. Oder Ihr freut Euch an der schönen Hennabemalung, die bis zu 10 Tage halten kann und tragt, wie es die indischen Bräute tun, üppige Armreife und Schmuck dazu!

Eine weitere Variante für eine glitzernde Verzierung in Gold oder Silber sind „Flash Tattoos“ – aufkleben wie Abziehbilder und fertig ist die Pracht für eine heiße Party!

Oder wenn es unbedingt ein „glitzernder Kindergeburtstag“ sein soll, dann gibt es Schablonen mit Kleber, auf den man den Glitterstaub streut; Schablone abziehen und fertig ist der bunt-glitzernde Schmetterling oder was auch Immer Euch gefällt!

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